Über der Nordsee und den deutschen Küstengebieten hatten schon die ganze Woche über schwere Stürme getobt. Dazu kam ein weiteres Sturmtief, das sich aus Richtung Island näherte. Der Höhepunkt des Sturmes trat am 16. Februar abends um 22.00 Uhr in der Deutschen Bucht mit mittleren Windstärken von 9 bis 10 ein. Die sich hieraus entwickelnden Orkanböen erreichten die Küste in rascher Folge mit 80 Knoten ( = 150 km/ std ). Diese orkanartigen Sturmböen trafen mit der auflaufenden Flut zusammen, was zu einem sehr schnellen Anstieg des Hochwassers führte.
Um 0.30 Uhr war ein Höchststand von 3,62 Meter über mittlerem Tidehochwasser gemeldet worden. Das war bereits nur eine geschätzte Höhe, da kurz nach 22.30 Uhr die Pegelanlage in Cuxhaven ausgefallen war. Leider hat dieser wichtige Umstand nicht die nötige Beachtung gefunden. Stetig weiter steigend wälzte sich die Flut elbaufwärts, und erreichte in Stadersand bereits 4,30 Meter über NN. Die starken Sturmböen verursachten zusätzlich sehr hohe Wellenschläge, so dass das auflaufende Wasser die Deichkronen an vielen Stellen überspülte. An aufgewichten Deichen kam es schnell zu starken Beschädigungen, die von den Deichverteidigungskräften nicht mehr mit Sandsäcken und anderen Materialien geschlossen werden konnten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste für Hamburg das schlimmste befürchtet werden.

11.4.08 08:55

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