Sachschäden der Sturmflut

Die Sturmflut in der Nacht vom 16. zum 17. Februar 1962 erreichte mit 4,03m über Mthw, das sind 5,73m über Normalnull, am St.Pauli-Pegel ihren höchsten Stand, und zwar 39 Minuten früher als vorausberechnet. Die durch starke Windböen ausgelösten Wellenberge durchfeuchteten und überspülten schnell die Deiche an zahlreichen Stellen.
Bereits um 21.53 Uhr wird der erste Deichbruch in Cuxhaven gemeldet. Gegen 0.00 Uhr beginnen die Deiche im Hamburger Raum brüchig zu werden. Von den überforderten Deichverteidigungskräften wird 0.14 Uhr der erste Deichbruch im Neuenfelder Rosengarten gemeldet. Es folgten Deichbruch-Meldungen in rascher Folge, und zwar in Moorburg, Francop, Altenwerder, Wilhelmsburg, Finkenwerder, Bullenhausen, Crantz, Stillhorn und Moorfleet, und das zum Teil an mehreren Stellen. 
Insgesamt waren die Deiche auf hamburgerischen Gebiet an 60 Stellen gebrochen. Die Deichbruchstellen waren, zusammengerechnet, etwa 2,5 km lang. Außerdem waren an 45 Stellen die Deiche so schwer beschädigt worden, dass bei anhaltendem Hochwasser weitere Deichbrüche drohten.
12.000 ha umfasste das überschwemmte Gebiet, mehr als ein Sechstel des hamburgischen Staatsgebietes. Betroffen waren die elbnahen Wohngebiete in Harburg, Wilhelmsburg, Bergedorf mit den Vier- und Marschlanden und die Hafengebiete der Innenstadt. Dabei hatten die älteren Bewohner der niedrig gelegenen Behelfsheimsiedlungen in Wilhelmsburg, Georgswerder, Finkenwerder, Walteershof, Moorfleet, Kirchenwerder, u.a.

11.4.08 08:58, kommentieren